Hilfe zur Selbsthilfe für Frauen in Kenia

"Women For Women e.V." hat sich zum Ziel gesetzt, Frauen in Kenia auf unbürokratischem, direkten Weg Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. So kann z. B. die Bereitstellung einer Milchkuh die Existenz einer Familie sichern und ermöglicht ihr sogar ein kleines Grundeinkommen – eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme, die Abwärtsspirale zu stoppen.

Prinzip der Kuhvervielfältigung
Mit dem Erhalt einer Kuh verpflichten sich die Frauen zum einen, diese nicht zu verkaufen und zum anderen, das erstgeborene Kalb nach etwas sechs Monaten Stillzeit an den Verein zurück zu geben. Jeden weiteren Nachwuchs darf sie behalten oder auch verkaufen. Einen kleinen Anteil aus dem Verkaufserlös überschüssiger Milch legen die Frauen in einen Rücklagentopf, von dem wiederum alle Frauen profitieren können, z. B wenn sie einen zinslosen Kredit in Anspruch nehmen wollen.
Die zurückgegebenen erstgeborenen Kälbchen werden für weitere fünf bis sechs Monate von dem Team vor Ort großgezogen, um sie dann als Jungkühe an andere bedürftige Frauen abzugeben. Jungbullen werden ebenfalls aufgezogen, dann aber verkauft und stattdessen Jungkühe angeschafft. Dadurch vervielfacht sich der einmalige Kapitaleinsatz für eine einzige Kuh im Laufe der Jahre auf natürliche Weise. Der Verein berechnet für 1 Kuh € 250.-- .

 

Warum Kühe?
Aus ökonomischer Sicht erwirtschaftet eine Kuh schon ab dem ersten Tag eine Rendite. Und das, sieht man von der Anschaffung ab, bei nahezu null Kosten. Erworben werden nur so genannte Local Cows. Deren Milchleistung ist zwar deutlich geringer als die „normaler“ Milchkühe. Dafür sind sie umso robuster, pflegeleichter, bezüglich Nahrung viel anspruchsloser und können somit auch auf sehr kargen Böden oder brachliegenden Feldern gehalten werden. Milch ist neben Ugali, dem Maisbrei, eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel.




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